„Eine attraktive Begegnungsstätte“

Die Kirchengemeinde der Versöhnungskirche feierte gestern die Einweihung ihres renovierten Gemeindezentrums

Die Kirchengemeinderatsvorsitzende der Nürtinger Versöhnungskirche, Dorothee Guillard (vorne am Mikrofon), bedankte sich gemeinsam mit Pfarrer Markus Frank (rechts) bei den Mitgliedern des Bauausschusses für ihr großes Engagement. Foto: Fritz

14.10.2019 00:00, Von Rudi Fritz

„Hereinspaziert - Zeit zum Feiern“ – unter diesem Motto feierte die evangelische Kirchengemeinde der Versöhnungskirche Nürtingen gestern die offizielle Einweihung ihres für rund 1,5 Millionen Euro renovierten Gemeindezentrums. Von einem gelungenen Gemeinschaftswerk sprachen zum Abschluss des Festgottesdienstes die Festredner.


NÜRTINGEN. Der Nürtinger Posaunenchor unter der Leitung von Matthias Mangold eröffnete und umrahmte den Festgottesdienst. Pfarrer Markus Frank zitierte in seiner Predigt über das Thema „Versöhnung – ein großes Wort – eine wunderbare Erfahrung“ die Worte des Apostel Paulus, um dazu von Beispielen der Versöhnung zwischen miteinander zerstrittenen Staaten und Menschen zu erzählen.

56 Jahre sei es bereits her, dass der erste Pfarrer, Adolf Götz, der auch für die Namensgebung der Versöhnungskirche hauptverantwortlich war, diese eingeweiht habe. Die zwischenzeitlich neu renovierte Versöhnungskirche solle auch künftig ein Ort der Versöhnung bleiben, schloss Frank seine Predigt.

Fünf Vertreter aus verschiedenen kirchlichen Organisationen, Dorothee Guillard (Gemeinde vor Ort), Gisela Knöll (Kirche in Nürtingen/Stadt), Angelika Müller-Wondrak (Fela), Matthias Weida (Nova) und Gunhild Ilisei (Trauernde, Blick Versöhnung in der Welt), trugen in ihren Gebeten die Fürbitten für die in neuem Glanz erstrahlende Kirche vor.

Die Kirchengemeinderatsvorsitzende Dorothee Guillard und Pfarrer Markus Frank, der Haupttriebfeder und Initiator des Umbaus war, bedankten sich bei den vielen Beteiligten, die am gelungenen Umbau ihres Gotteshauses beteiligt waren. 400 Menschen und Institutionen hätten insgesamt 168 000 Euro gespendet. Den Mitgliedern des Bauausschusses, die in 40 Sitzungen mit dazu beigetragen haben, dass der Umbau so gut gelungen ist, wurde mit symbolischen Meterstäben und Rosen für ihr großes Engagement gedankt.

In einem Bildervortrag wurde auf die Umbaumaßnahmen zurückgeblickt: Unter anderen Brandschutzsanierung, Erneuerung Elektroinstallation und Großküche, Sanierung der Entwässerungsleitungen, Schaffung von Barrierefreiheit, Sanierung des Kirchturms, Umbau der Mesnerwohnung zu Gemeinderäumen, neue Akustikdecke, neue Lichttechnik, neue Bestuhlung und eine Theke für den Kirchenraum.

Architekt Daniel Keller, der während des Gottesdienstes an der Orgel gespielt hatte, sprach von einer spannenden und herausfordernden Baumaßnahme, bei der die Ursprünglichkeit des Gebäudes gewahrt werden konnte. Dabei hätten viele Personen mitgewirkt und bei der Umgestaltung des Gotteshauses nach der Grundidee von Pfarrer Frank mitgeholfen.

Nürtingens Bürgermeisterin Annette Bürkner betonte, dass die in die Jahre gekommene Versöhnungskirche durch großes Engagement der Gemeindemitglieder, Zuschüsse und zahlreicher Spenden zu einem gelungenen Gesamtwerk geworden sei. „Die Versöhnungskirche hat sich zu einer modernen und attraktiven Begegnungsstätte gemausert, mit der Nürtingen positiv in die Zukunft schauen kann“, sagte die Bürgermeisterin.

„Fela, Nova und Versöhnungskirche können zu einem Zentrum der Nürtinger Kirchengemeinde werden“, sprach Dekan Michael Waldmann von einer erfolgreich absolvierten Umbaumaßnahme der 1400 Kirchengemeindemitglieder umfassenden Versöhnungskirche. Man hätte jetzt nicht nur ein ansehnliches Gebäude, sondern zudem auch personelle Ressourcen geschaffen, um der Versöhnungskirche zu noch mehr Leben zu verhelfen. Evi Handke als Vertreterin des Fela, des Ferienlagers, war stolz darauf, dass ihre Organisation als erste die neuen Räume in den Sommerferien beziehen durfte.

„Ich wünsche mir, dass unsere ‚Dreier-Wohngemeinschaft‘ noch mehr Zusammenleben und neue Formen, die jungen Menschen den Glauben vermittelt, entwickelt“.

Mit seinem in Liederform dargebotenen Vortrag überbrachte Thomas Volle vom Nova (Junge Kirche des evangelischen Stadtjugendwerk Nürtingen) seinen Dank dafür, dass hier alle so gut miteinander zusammen gearbeitet hätten, zum Ausdruck.

Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit sich an der neuen Theke im Kirchenraum an einem Aperitif zu erfrischen, an einem gemeinsamen Mittagessen zu stärken – und ausgiebig die schönen neuen Räume zu besichtigen.