Zweiter Preis für Johannes-Wagner-Schule

Schule für Hörgeschädigte beim bundesweiten Wettbewerb für Schulgottesdienste erfolgreich

Annette Wennagel und Susanne Mangold-Zimmer von der Johannes-Wagner-Schule, Nürtingen, sowie Pfarrerin Anja Keller (von links) nahmen in Leipzig den zweiten Preis beim bundesweiten Wettbewerb für Schulgottesdienste in Empfang. Auf dem Bild sind außerdem die Repräsentanten der einzelnen Stiftungen (von links): Oberkirchenrat Sönke Krützfeld (Evangelische Schulstiftung EKD), Dr. Stephan Goldschmidt (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung), EKD-Ratsvorsitzender Professor Heinrich Bedford-Strohm und Leitende Kirchenrechtsdirektorin Henriette Kühne (Evangelische Schulstiftung EKD). Foto: Martin Kirchner

Beim Wettbewerb der Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes haben 80 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet Entwürfe ihrer Schulgottesdienste eingereicht. Die Nürtinger Johannes-Wagner-Schule erhielt dabei den zweiten Preis mit einem Preisgeld von 3000 Euro.

NÜRTINGEN (pm). Als Vertreterinnen der Nürtinger Schule haben die für den Schulgottesdienst verantwortlichen Lehrerinnen Susanne Mangold-Zimmer und Annette Wennagel den Preis in der Peterskirche in Leipzig entgegengenommen. Die Prämierung der Gewinnerschulen fand im Rahmen einer Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Evangelischen Schulstiftung und der Barbara-Schadeberg-Stiftung statt. Die Jury bestand aus Persönlichkeiten aus Kirche und Universität.

In seiner Laudatio hob der EKD-Ratsvorsitzende Professor Heinrich Bedford-Strohm hervor, dass in den Gottesdiensten der Gewinnerschulen eine heterogene Schülerschaft existenziell angesprochen wurde. „Insgesamt überzeugen bei allen fünf Gottesdiensten die Dramaturgie, die sprachliche Qualität und vor allem der theologische Gehalt. Es gelingt, biblisch-theologische Themen auf großartige Weise mit der heutigen Schulwirklichkeit und den jeweiligen Zielgruppen zu verknüpfen.“

Beim Gottesdienst der Nürtinger Johannes-Wagner-Schule betonte die Jury, dass es gelungen sei, die Inhalte des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter für die hörgeschädigten Schüler greifbar werden zu lassen, denn in einer Fotogeschichte sei diese Geschichte direkt auf Situationen im Schulalltag übertragen worden. Außerdem lobte die Jury die sprachliche Qualität und die liebevolle Gestaltung des Gottesdienstes. Auch die Nürtinger Pfarrerin Anja Keller, die im Gottesdienst mitgewirkt hatte, war bei der Festveranstaltung in Leipzig dabei.

Die Johannes-Wagner-Schule feiert jedes Jahr im Herbst ihren Schulgottesdienst. Viele Schülerinnen und Schüler beteiligen sich und übernehmen Teile des Gottesdienstes. Jedes gesprochene und gesungene Wort wird simultan in die Gebärdensprache übersetzt. Für den Direktor der Schule, Friedrich Erdmann-Barocka, ist der Preis auch eine Bestätigung für die Kollegen, die sich intensiv um eine sinnstiftende Gottesdienstgestaltung bemühen.

Die Schulstiftung der EKD und die Bernhard-Ritter-Stiftung vergaben insgesamt ein Preisgeld von 16 000 Euro. Den ersten Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist, ging an das Evangelische Gymnasium Doberlug-Kirchhain für dessen Schulgottesdienst „Generation Maybe“.

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