Innerer Berufung folgt Bestätigung von außen

Nun ständiger Pfarrer der Versöhnungskirche und Stadt-Jugendpfarrer: Markus Frank

Nach drei Jahren übernimmt Pfarrer Frank die ständige Pfarrstelle in der Braike

 

„Vielleicht wundern Sie sich, was dieser Investiturgottesdienst heute soll“, wandte sich Dekan Michael Waldmann am Sonntag an die Gemeinde in der Versöhnungskirche. Das normale Prozedere – ein kurzes Kennenlernen, einige wenige Gespräche mit dem Pfarramtsanwärter und eine schnelle Entscheidung von Seiten der Gemeinde – blieb den Nürtingern bei der Besetzung der Stelle in der Versöhnungskirche erspart. Sie kennen ihren Pfarrer bereits seit drei Jahren. Trotzdem, so erklärte Waldmann, habe die Investitur eine klare Funktion und sei in der Ordnung der Landeskirche auch für Fälle wie den von Markus Frank vorgesehen.

„Mit der ständigen Pfarrstelle gesteht die Landeskirche Pfarrer Frank Rechte zu, die weit über seine bisherigen hinausgehen“, so der Dekan. Von nun an verpflichtet sich die Landeskirche, ein Leben lang für Markus Frank und seine Familie Sorge zu tragen. Doch natürlich bringt die neue Anstellung Franks, die erste ständige Pfarrstelle seines Lebens, viele Verpflichtungen mit sich: „Die öffentliche Verkündigung des Evangeliums, die Pflege der Sakramente, die Seelsorge und die Leitung der Gemeinde auf der Grundlage des Worts Gottes liegen ab jetzt in deiner Hand“, beschrieb Waldmann die neuen Aufgaben. Außerdem zeichnet Frank ab sofort verantwortlich für die Jugendarbeit in der Gesamtkirchengemeinde.

Besonders betonte Waldmann, dass der Kirchengemeinderat durch die lange Vorlaufzeit vor der Investitur Franks viel Zeit hatte, den neuen Pfarrer kennenzulernen und eine gemeinsame Arbeit abzuwägen. „Die Probezeit ist nun zu Ende“, freute sich der Dekan, „das lange Kennen führte zu einer viel kompetenteren Entscheidungsfindung.“ Markus Franks innere Berufung, so beschrieb Waldmann, sei durch die äußere Bestätigung des Kirchengemeinderats nun zu einer vollwertigen Berufung geworden. Das überzeugte „Ja“ der Investiturzeugen verdeutlichte die klare Fürsprache der Gemeinde und die Freude, Markus Frank im Amt bestätigt zu sehen.